Was wird untersucht?
Welche Bedeutung haben BNP und NT-proBNP?
Die beiden Marker BNP und NT-proBNP lassen vergleichbar gute Rückschlüsse auf den Zustand des Patienten zu, das heißt auf die Leistungsfähigkeit bzw. Belastung seines Herzens.
Die beiden Markermoleküle werden in Herzmuskelzellen, v.a. der Herzkammer und weniger des Vorhofs, zunächst in Form einer gemeinsamen Hormonvorstufe synthestisiert und dann in proBNP umgewandelt. ProBNP wird bei der Freisetzung aus der Herzmuskelzelle in das Blut in zwei Fragmente (Teile) gespalten: in BNP und NT-proBNP.
Bei der BNP-Bestimmung wird das wirksame Herz-Hormon selber erfasst. Im Organismus bindet BNP an zellständige Rezeptoren und löst darüber bestimmte Reaktionen der Zellen aus (z.B. Natriumausscheidung in der Niere), welche die Symptome der Herzschwäche lindern helfen sollen. - Bei der NT-proBNP-Bestimmung wird das im Körper nicht wirksame Rest-Fragment des proBNP erfasst. NT-proBNP wird vereinfachend und und nicht ganz korrekt oft nur als "proBNP" bezeichnet.
Immer dann, wenn die Herzmuskelzellen gedehnt werden, scheiden sie diese beiden Stoffe BNP und NT-proBNP natürlicherweise aus. Eine zu starke Dehnung entsteht entweder, wenn das Herz gegen einen großen Widerstand anpumpen muss (z.B. Bluthochdruck, Lungenembolie) oder aber, wenn es zu stark gefüllt ist, z. B. bei zuviel Flüssigkeit im Kreislauf. Dann steigen die BNP- und NT-proBNP-Werte über den Normalbereich hinaus an.
Die "Normalwerte" von Frauen liegen höher als die der Männer.
Wie wird das Probenmaterial für die Untersuchung gewonnen?
Benötigt wird eine Blutprobe aus einer Armvene, aus der durch Zentrifugation Blut-Serum bzw. Blut-Plasma gewonnen wird.